Forumtreff-2020

Trotz der schwierigen Corona bedingten Lage, haben wir unser Forumtreffen nicht aufgegeben. Natürlich war die Zahl der Anmeldungen geringer als sonst. Immerhin ist es doch bei 14 Personen geblieben. Schon zum zweiten Mal nahmen wir ein deutsches Bundesland in Anspruch, da uns die österr. Bundesländer schon ausgingen.
Unsere lieben Bienchen aus Thüringen leisteten tolle Vorarbeit auf einem CP an einem Stausee der Saale. Danke Rosi und Manfred, Cheffe natürlich auch. Doch ab jetzt schön der Reihe nach.

24. 8 bis 26. 8.  Wanghausen

Wir hatten unsere Freunde Anni und Franz eingeladen, vor dem Treff zwei Tage bei uns auf der “Ranch” zu verbringen. So fuhren wir schon am Vortag nach Wanghausen, denn es gab etliches vorzubereiten. Endlich kamen sie an.

Endlich gab es etwas ordentliches zu Futtern. Ein Kesselgulasch über dem offenen Feuer hat seinen eigenen Reiz. Es war viel und gut. Das beschweren der Liegen in der Abensonne wäre eigentlich klug gewesen.

Doch zum Faulsein war es noch zu früh, so marschierten wir zum Heilbründl, einer kleinen Kapelle gegenüber dem Kloster Reitenhaslach.

Das Wasser in der Kapelle soll Heilkraft bei Augenleiden besitzen. Franki kannst du schon besser sehen?

Dort gab es im Mittelalter sogar einen Gang unter der Salzach durch. So konnten die Mönche fliehen, wenn Raubritter herangeprescht kamen.

Der nächste Tag war dem Besuch der Wallfahrtskirche Marienberg und der mittelalterlichen Stadt Burghausen mit der längsten Burg Deutschlands gewidmet. Ein Großbild, weil unser Pärchen gar so heiligenmäßig aussah.

Nach soviel Demut hatten wir uns ein gutes Mittagessen verdient,um anschließend den steilen Anstieg zur Burg zu schaffen.

Geschafft, wir auch. Doch den einen km in der Burg vorwärts und retour auf buckligen Kopfsteinpflaster hatten wir noch vor uns. Den Abstieg wählten wir über den Wöhrseepfad wegen der herrlichen Aussicht.

Weil wir noch in guter Gehlaune waren, umrundeten wir diesen auch noch. Laut Franzens Schrittzähler sind wir an dem Tag über 10 km marschiert. Ein bisserl stolz sind wir schon auf unsere alten Knochen

27. 8 bis 29. 8.  Wanghausen - Thüringen Saalestausee                          430 km

Von der Anfahrt gibts nicht viel zu berichten, Fotos schon gar nicht. Vorher nur AB = fad. Die letzten 50 km durch den Thüringer Wald waren derart kurvenreich, daß auch niemand an ein Foto gedacht hat.
Eben angekommen, wie immer die Letzten. Wir sind halt brav. Wann Cheffe den Anreisetag festlegt, dann kommen wir. Nicht vorher.

Lisa und Viktor hatten eine super Idee. Sie haben uns mit einem einzigen Ei zu einer Eierspeise mit Grammeln eingeladen. Es war natürlich ein Straußenei. An sich mag ich keine Grammeln, weil es bei uns nur diese steinharten geschmacklosen Dinger gibt. Aber was Wickerl da besorgt hatte, war vom Feinsten. So wurde ich bekehrt! Sie schmeckten köstlich.

Aber vorher mußten wir uns diese Köstlichkeit erst verdienen, da der nasse Morgen kein Frühstück im Freien erlaubte. So haben wir halt zuerst unseren Boule Wettbewerb abgehalten und dann durfte Wickerl seine Bohrmaschine zur Öffnung des Eies ansetzen. Gar  nicht so einfach.

Selbtsverständlich wurden wieder die 3 Hauptgewinner mit tollen Preisen verwöhnt.
Ich durfte mit dem 3. Preis eine Packung Riesenstreichhölzer einsacken, Anni gewann mit dem 2. Preis einen Karton Grillanzünder.  Und schließlich räumte unser Neuling Ernst gleich den Hauptgewinn in Form eines kompletten Einweg Grillers ab.

Sehr klug ausgedachte Preise. Denn so können wir Boule Experten uns einmal auf ein Tournier mit anschließendem Grillabend treffen. Danke den Organisatoren für das Sponsoring und die raffinierte Idee.

Wie man sieht, hat das Sitzen nach dem kräfteraubenden Sport auch allen sichtlich wohl getan.

Ewald als souveräner Spielleiter. Besonders seine tänzerische Eleganz zur Glättung des Sandes nach jedem Durchgang nötigte uns stets Bewunderung ab.

Diese Art Boule mit leicht veränderten Regeln machte uns so viel Spaß, daß wir am nächsten Vormittag gleich noch einen Bewerb durchführten. Es war jedoch Können UND Glück gefragt, denn die Sieger beider Durchgänge durften ein Los ziehen.

Eh klar, Ernst und ich waren bekannt dafür, daß wir Glück in der Liebe hatten, deshalb war uns Glücksgöttin Fortuna nicht hold. So durften wir beim nachfolgenden Mittagessen jedem Teilnehmer ein Seiterl Köstritzer Bier kredenzen.

Endlich fingen unsere Kochkünstler mit der Zubereitung der Straußeneier-Grammeln an. Hunger und Erwartungen waren schon reichlich vorhanden. Wickerl setzte seinen Diamanbohrer an, während Oberschwester Lisa prüfte ob sich nicht doch Nachwuchs im Ei verborgen hielt. Zu unserem Glück war es unbewohnt.

Gespannte Mienen beim kritischen Akt, als sich Eier und Grammeln vereinigten

Edith grinst schon wieder. Es ist alles gutgegangen.

Vom anschließenden Festschmaus sind doch Bilder überliefert. Danke lieber Wickerl für die Fotos

Abends ging es ins CP Restaurant zur Thüringer Bratwurst.

Anschließend gaben Ewald und Franki den bekannten Sketch: “Die Schreibmaschine mit dem hängenden F zum Besten.”
Meine Bilder ohne Blitz gingen leider voll daneben. Danke liebe Anni für deine super Bilder.

Ewald als rockiger, fastjugendlicher Computerexperte und Franki als echter Stoasteirer waren die ideale Besetzung.

Und schon war der 3. Tag des Forumstreffens angebrochen.  Vormittags hielten wir ein Boule Tournier ab, das ich gleich aus Bequemlichkeit mit dem Ersten zusamme gelegt habe. Mittags sind wir die Saale entlang zu einem sehr schönen Ausflugsrestaurant gewandert, wo auch die Fahrt mit dem Wikingerschiff starten sollte. Leider wegen Corona abgesagt.
Dafür war das Essen grandios, wenn auch wegen Corona Selbstbedienung angesagt war. Nicht lustig, mit Maske und 2m Abstand an der Theke anstehen.

Abschied vom Stausee, hier ist die Fähre unterwegs. Wegen der geringen Strömung ist das ein normales Motorschiff und keine Rollfähre, wie wir das meist bei uns kennen.

30. 8.  Thüringen Saalestausee  - Bamberg  -  Forchheim                   229 km       Total 659 km

Am Ende der drei Tage Forumstreffen war unser Kontigent an Schönwetter aufgebraucht. Da wir noch das historische Museum in Bamberg besuchen wollten, fuhren wir schon recht zeitig los. Unterwegs wurde das Wetter immer schlechter, um kurz vor Bamberg in Starkregen über zu gehen. Dort angekommen, stellten wir fest, daß der SP restlos ausgebucht war. Ein schöner Zufall war, daß Sylvia und Ewald auch dort waren, leider mit demselben Schicksal. Nach 1 1/2 Stunden wirrer Kreuz- und Querfahrt auf der Suche nach einem übernachtungstauglichen Parkplatz hatte ich genug von Bamberg. Neues Ziel: Forchheim. Dort sollte es einen bewirtschafteten SP geben. Wir erlebten auf den wenigen km 3 Unfälle, weil die freien Bürger bei Starkregen genauso fahren wie bei Sonnenschein. Dort angekommen, ergatterten wir den letzten Stellplatz auf dem gerade absaufenden Gelände. Die Regnitz trat über das Ufer und flutete den SP. In  Badehose und Schwimmschuhen habe ich noch schnell die Sat Antenne aufgebaut, um wenigstens das F1-Rennen sehen zu können. Sonst gab es absolut keine anderen Tätigkeiten. Dank unserer guten alten Truma sind wir wenigstens nicht erfroren. Am Abend habe ich trotz Regen und Wind die Altstadt besucht. Auch nur, weil sich Lagerkoller ankündigte. Wäre an sich eine schöne alte Stadt mit vielen Fachwerkbauten, aber bei den Verhältnissen habe ich die Kamera nicht einmal mitgenommen.

31. 8.   Forchheim  -  Bad Schallerbach                  331 km       Total 1000 km

Nach so viel Regen und Kälte wollten wir zum Abschluß noch eine Therme zum Aufwärmen besuchen. So machten wir noch den kleinen Umweg. Ein schöner kleiner SP begrüßte uns, wir erwischten schon wieder den letzten freien Platz. Man geht nur 10 Min. zur Therme. Ich habe nicht fotografiert in der Therme wegen der unklaren (C) Situation von Privatpersonen.

Unten: da hat kurz vor unserem Stadtbummel ein halblustiger Zeitgenosse Unmengen von Waschmittel in den Stadtbrunnen geschüttet. Die Magistratarbeiter waren gerade voller Zorn dabei, die Sauerei wieder zu entfernen. Der Schaum erreichte bereits die Bahnunterführung. Die Granitstufen waren eisglatt.  Es gibt so viel Trotteln auf der Welt! Der Song stimmt schon.

Die Stadt mit seinem beeindruckenden Rathaus samt Vorplatz wäre sicher einen längeren Besuch wert, aber es hatte leider schon wieder begonnen zu regnen. Daher beendeten wir den Stadtbummel und bauten am SP ab. Ein neu ankommender  Camper wartete bereits auf den Platz.

 

1. 9.   Bad Schallerbach  -  Wanghausen                 112 km       Total 1112 km

Bei der geringen Strecke fuhren wir per Landstraße über Ried nach Braunau. Denn dort wissen wir ein gutes Lokal, ideal zu einem späten Mittagessen. Nach etwas Geschäfte bummeln fuhren wir die letzten km zum Womo Dauerstellplatz auf die Ranch.

                                                                          Fazit:

Es war zwar etwas weit zum heurigen Forumstreffen. Dafür waren wir im Thüringer Wald relativ gut geschützt vor den Viren. Einzig die deutschen Vorsichtsmaßnahmen nervten schon etwas. So zB das ständige Zettel ausfüllen, Maskenzwang bis zum Sitzplatz, überall Selbstbedienung etc...

Einen herzlichen Dank an alle, die für diese schöne Veranstaltung mitorganisiert haben.

Lockerine & locker

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