Peleponnes-2
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21. 4.  Kap Tenaro - Areopoli                                                                                   gef. 55 km          Gesamt 1647 km    

Wieder bei Traumwetter verließen wir das Kap, diesmal auf der linken Straße, um in die Hauptstadt der Mani zu kommen. Es ist nicht weit, aber es brauchte durch die vielen Serpentinen trotzdem einige Stunden.

Die Hauptstadt hat nur 6000 Einwohner und besteht nur aus einem mittelalterlichen Kern. Aber der hat es in sich. Alles Steinbauten. Und alles liebevoll gepflegt und sauber gehalten. Leider fahren durch die engsten Gässchen Autos, denn eine Fußgängerzone sucht man vergebens. Egal, jeder nimmt auf den anderen Rücksicht und so konnten wir nach einem guten Cappucino und Crepes unversehrt die Stadt wieder verlassen, um uns Einen freien Strand für die nächste Übernachtung zu suchen.

Unsere liebe Christine hatte den super Einfall mit dem Saurier Eier Strand, der gar nicht weit ist. Auf dem Weg dorthin kam uns dieser hochbeladene Esel entgegen. Er sah aber gar nicht geschunden aus, sondern musterte neugierig das Womo.

Und wieder einmal ein Strand nur für uns.

Das sind einfach die Tage, wo alles stimmt. Das Meer war schon zum Schwimmen warm genug, abends ein Sonnenuntergang, der eben nur am westlichen Teil der Finger erlebbar ist. Dazu ein Gläschen Sekt. Wenns keine Stifterl gibt, muß man sich halt mit einer Flasche zufrieden geben.

So schön kann Urlaub am Peleponnes sein, ohne daß es viel Aufwand bedarf.

Wir haben zwar jeden Tag heimisches Fernsehen, zumindest für die Nachrichten eingeschalten, aber es wurde uns immer weniger wichtig. Besonders die Meldungen aus Griechenland konnten wir überhaupt nicht nachvollziehen. Sie stimmen mit unseren eigenen Beobachtungen gar nicht überein.

22. 4.  Areopoli - Githio                                                                                   gef. 31 km          Gesamt 1678 km    

Wieder quer durch das Land, aber diesmal auf einer viel schöneren Bergstraße, die offenbar von Areopoli zur Ostseite völlig neu gebaut wurde und keine 10 km südlich von der bei der ersten Durchquerung vom Navi vorgegebenen Höhenstraße.

Weil es so schön war, kehrten wir nochmals in Githio ein und beschlossen unsere gemeinsame Zeit mit einem Grillabend. Ein Gewitter wollte uns den Spaß verderben. Nicht mit uns: Unter der Markise grillen und im Womo essen geht ja auch.

Weil ihr den CP Githio beach eh schon so gut kennt, hier nur mehr ein paar Blümchen von der sehr gepflegten Anlage.

23. 4.  Githio - Nähe Neapoli                                                                                   gef. 100 km          Gesamt 1778 km    

Keine 10 km nördlich von Githio kamen wir an dem einsam vor sich hin rostenden Schiff vorbei, das sogar in manche Reiseführer Einzug gehalten hat.

In Skala mit Lidl und Carrefour kauften wir wieder nach Herzenslust ein, damit einige Tage Freistehen in der Abgeschiedenheit möglich wurden.

Es ging weiter auf den 3. Finger mit einer kleinen Bucht bei Elea zur Mittagsrast.
 

Wie so oft, wußte das Internet einen Ausweg. Eine völlig freie Stellmöglichkeit keine 10 km südlich von Neapoli mit einer zwar sehr engen, serpentinenartigen Zufahrt war die Mühe allemal wert.

Da der Tag noch jung und wir noch frisch waren, beschlossen wir, gleich noch den ganzen Finger bis Neapoli hinunter zu fahren. Leise Zweifel trotz des schönen Namens hatten wir, denn weder im Schulz, noch im Polyglott wurde diese Stadt beschrieben. Zu Recht, denn die Stadt ist ziemlich neu erbaut und lässt jeden Charme vermissen. Einzig die Hafenpromenade ist sehenswert, aber hier übernachten wollten wir auch nicht.

Eine Bucht für uns ganz alleine, Schwimmen im angenehm warmen Wasser und ein kleiner Abendspaziergang zu der kleinen Kapelle ließen den Nachmittag und Abend geschwind vergehen. Sogar ein Schwalbenschwanz Falter kam mir dort vor die Linse.
Eine gewisse Melancholie kam auch noch dazu, war dieser Ort hier doch endgültig der Kulminationspunkt unserer Reise. Denn ab Morgen mußte es zwar langsam, aber doch unablässig weiter Richtung Norden gehen. Es fehlte noch der Daumen des Peleponnes und ein ordentliches Stück Festland - Griechenland und die Heimreise über den Balkan.

24. 4.  Nähe Neapoli - Monemvasia                                                                                gef. 78 km          Gesamt 1856 km    

Die Hafenstadt mit der über einen Damm verbundenen Insel ist eine besondere Sehenswürdigkeit, da die auf der Rückseite der Insel befindliche uralte Wehrstadt Kostra samt zugehöriger Festung dem dauernden Ansturm der Osmanen Paroli bot. Vom Festland aus ist Kostra in etwa 45 Minuten zu Fuß erreichbar, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Die größte Überraschung war natürlich, als wir losmarschierten, daß Womolixxi unerwartet über die Brücke fuhr und wir natürlich für Abends einen Treff vereinbarten.

Die alte Stadt ist bis auf den offenen Platz vor der Kirche sehr schmal und an den Hang gebaut. Leider sind die besser begehbaren Gässchen komplett von Souvenir Läden eingenommen.

So schlicht die orthodoxe Kirche von außen auch aussehen mag, sie ist innen ein Ort der Stille und Ruhe.

Was wir am meisten schätzten: Auch ein Ort der Kühle nach den heissen Gassen zwischen den Steinhäusern.
Am Abend genossen wir noch mit Christine ein Gläschen Retsina rose aus dem typischen Kupferkrug.

Weiterfahrt: Was das neue Kirchlein völlig allein stehend an der Bundesstraße uns sagen soll, haben wir bis heute nicht begriffen. Schön und teuer gemacht ja, aber was sonst?

Ganz unten, das Panorama von Monemvasia mit einem einsamen Womo im Fischerhafen ganz rechts außen.

25. + 26. 4.  Monemvasia  - Tyros                                                                              gef. 116 km          Gesamt 1972 km    

Dort mußten wir hin, ist die Stadt doch der Namensgeber für mein geliebtes Keyboard, den Tyros-3. Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Es musste das Naplion Gebirge überwunden werden. Ein ganz schöner Streß für das Womo, aber eine Augenweide. besonders die bemoosten Wasserfälle an fast höchster Stelle des Passes.

Dann der herzliche Empfang in Vasilis CP mit seinen Orangen, Mandarinen und Zitrus Bäumen.

In die Taverne gehen, weil zu faul zum kochen, auch sonst nur die Liegen beschweren, lesen, gut gehen lassen, ein bissl schwimmen und sonst nix.

Das bisschen Haushalt macht sich von allein......

27. 4.  Tyros - Nafplio                                                                                 gef. 59 km          Gesamt 2031 km    

Auf der Anfahrt nach Nafplio (am Daumen des Peleponnes) mußte ich eines der bescheidenen Häuschen fotografieren, die uns schon dauernd am Peleponnes auffielen. Soviel zu den “armen Griechen”, wie es uns die Medien einzuflüstern versuchen.

Als die Stadt in Sicht kam, beherrschten  sofort die beiden Kreuzfahrer das Bild, sehr zum Unwillen lockerines. Sie ist der Ansicht, die verschandeln ja das ganze Stadtbild. So kann man das auch sehen. Mir imponieren diese Giganten der Meere. Ich parkte dann direkt im Hafen, damit mir ja nichts entgehe, wenn es an die Abfahrt ging. Es ist ein eigenartiges Gefühl wenn man von der Frontscheibe aus nur auf einen mächtigen Schiffsbauch blickt.

Das symbolische Tor zur Altstadt, ein künstlerischer Sitzplatz in einem Cafe und das Innere des Domes waren unsere ersten Eindrücke.

Als wir zur Aufzugshalle zur alten Burg kamen, da dachten wir, in einem Science fiction Film gelandet zu sein. Beeindruckend.

Zugegeben, diese Kolosse dominieren auch von der Burg aus gesehen das Stadtbild, anderseits bringen sie auch mit den unzähligen Touristen eine Menge Kaufkraft nach Nafplio. Links die Seeburg, wir befinden uns auf der mittleren und ältesten Burg, unten die moderne und höchste Burg.

Wie man sieht, die mittlere Burg bietet einiges, sogar wildwachsende Blumen, auf der Rückseite einen Blick zum Strand, wo schon fleissig gebadet wurde. Teilweise wird noch heftig an den alten Anlagen renoviert, sodaß man nicht überall hin gelangen konnte.

Man sieht von oben auch, daß die Altstadt nur bestenfalls 1/4 von Nafplio ausmacht. Jedoch die am nächsten Tag durchfahrene Neustadt ist nicht erwähnenswert.

Unten ein Panorama der nächtlichen Altstadt.

Ganz zum Schluß kurz vor unserer Abfahrt ging dieser Gigant vor Anker. Jedoch nicht mehr im Hafen, dafür war selbst der sehr geräumige Hafen zu klein. Hier wurde flott ausgebootet.

28 + 29. 4.  Nafplio - Drepano                                                                                gef. 73 km          Gesamt 2104 km    

Die fast 20 km lange und seichte Bucht mit etwa 25° C lud sogar zum Schnorcheln ein. Selbst ein Haustier hatten wir.

30. 4. + 1.5. Drepano - Epidauros                                                                               gef. 73 km          Gesamt 2104 km    

Zuerst ging es wieder wie gewohnt über steile und enge Bergstraßen zu den historischen Städten von Epidauros im Landesinneren. Hier gibt es ein Museum mit gut erhaltenen Skulpturen, ausgedehnte Reste der ehemaligen großen Stad, an denen auch fleissig renoviert wird.

Der wahre Hingucker ist jedoch das best erhaltene Amphietheater Griechenlands und zugleich das Größte. Es bot 13 000 Zusehern Platz. Weiter ging die Reise an das gleichnamige Städtchen an der Ostküste. Hier bestaunten wir vorwiegend den Jachthafen mit seinen einlaufenden Hochsee Jachten von einer Weinbar aus direkt am Kai.

In einer ziemlich vornehmen Taverne feierten wir den bald bevorstehenden Abschied vom Peleponnes.

2.5.  Epidauros - Ancient Korinth                                                                               gef. 38 km          Gesamt 2142 km    

Auch von den Wohnbauten ist noch ein bisschen erhalten geblieben, auch wenn die Stadt vorwiegend militärischen Zwecken gedient hatte.

Mitten zwischen den historischen Steinen gedeiht dieser wildwachsende Zitronenbaum. Welch eine Wohltat nach der vielen antiken Welt.

Denn ein bisschen Neugier mussten wir doch für die Akropolis in Athen auch noch aufheben. Doch dieses kommt im nächsten und letzten Abschnitt, nämlich leider: Die Heimreise

Ein letztes mal rafften wir uns noch zur Gesteins-Kultur auf. Denn von Korinth kennen viele nur den Kanal, aber es gab auch das große und einflussreiche Korinth in der Antike. Die 3D Zeichnung zeigt, wie es ausgesehen haben mag.

Hier erfuhr ich von einer sehr netten Aufseherin im Museum endlich das Geheimnis um die vielen kopflosen Statuen in ganz GR. Die meisten Steinmetze stellten wegen der großen Bruchgefahr Kopf und Körper getrennt her. Für den Transport bargen sie dann den Kopf in einem großen Loch im Hals. Dadurch war es dann bei den Ausgrabungen ein Leichtes, Köpfe zu stehlen und an wohlhabende Sammler zu verkaufen.

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