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2.- 4.5.  Ancient Korinth - Marathon                                                                        gef. 143 km          Gesamt 2326 km    

Der Weg zum Festland führte natürlich über die größte Kanalbrücke mit ihren 3 Fußgängerstegen, die auch am Morgen schon fleißig benützt wurden. Es ist auch ein grandioses Schauspiel, wenn es fast senkrecht 70 m in die Tiefe geht. Auf beiden Seiten dieser Brücke wurden große Parkplätze geschaffen und einige Restaurants, sowie unzählige Souvenirstandl haben sich etabliert.

Man sieht, nicht nur Naturschauspiele, sondern auch technische Großleistungen sind in der Lage, Menschen zu imponieren.

Heute ist der Kanal schon wieder zu klein für die großen Kreuzfahrtschiffe und Superfrachter .

Der Unterschied zum Peleponnes war landschaftlich schon bemerkbar. Eher flach und ziemlich zersiedelt. Das untere Bild zeigt schon die Anfahrt auf Athen. Es ist ein namenloser Industriehafen, nicht Piräus. Die Autobahn führt direkt durch Athen, es ergaben sich jedoch keine festhaltenswerte Motive. Die kommen jedoch morgen reichlich bei der Stadtbesichtigung.

Auf gehts nach Athen. Die Anreise mit dem Bus war langweilig und 90 Minuten lang. Wir fingen gleich beim Parlament an. Dazu gehören untrennbar die Wachen, die bestens aus dem TV bekannt sind.

Wir nahmen dann einen hop on - hop off Bus, denn zu Fuß kriegt man von Athen in nur einem Tag nichts mit. Die Namen der teils alten, teils sehr alten Gebäude kann ich euch beim besten Willen nicht mehr erzählen. Sie werden alle öffentlich genutzt als Bibliotheken, Universitäten etc...

Eine Moschee, die keine Sichel tragen darf, Menschengewühl....

Verkehrsgewühl, Prunkhotels, alles mischt sich hier im Zentrum. Mixed architecture. Doch was soll es uns stören, Hauptsache, den Griechen gefällts.
Als Trost dann wieder ein schlichtes Kirchlein, das richtig wohltuend wirkt.

Doch nun zur Akropolis. Hier geht man zu Fuß. Erst ein ziemlich steilen Weg hinauf und dann Stufen ohne Ende. Natürlich in der prallen Mittagshitze, denn wir haben ein knappes Zeitbudget, müssen wir doch den Bus nach Marathon noch erwischen. Wer läuft schon gerne 42 km?

Leider war gerade Großbaustelle auf der Akropolis. Die atemberaubenden Ausblicke auf die Riesenstadt haben mich eigentlich mehr fasziniert.

Zurück in Marathon noch 5 km Fußmarsch gemeinsam mit unseren Pinzgauer Bekannten, mit denen wir gemeinsam Athen angesehen haben. Denn der Bus fuhr eine andere Linie und nicht am CP vorbei.

Müde zwar und doch noch ein südliches Vollmondfoto geschafft.
Wir saßen dann nur mehr etwas zusammen am CP und ließen die Füße baumeln. Am nächsten Morgen waren alle schon wieder mehr oder weniger fit. ;-)

Liebe Zeller: Wir haben die Zeit mit euch sehr genossen. Danke

5.5.  Marathon - Thermopyles                                                                      gef. 202 km          Gesamt 2528 km    

Die Weiterfahrt nach Norden brachte uns an den Thermopylen Paß, nämlich in die Nähe von Loutra mit ihren heissen Schwefelquellen. Die Anlage samt großem Hotel ist schon lange geschlossen und alles rottet langsam vor sich hin. 1993 war Helmut Kohl noch hier, um seine Leiden zu lindern. Wir linderten auch  noch sehr genußvoll in dem 41° heissen Wasser. Am Beginn muß man sich regelrecht überwinden. Neben dem Hotel ist die Polizeiwache von Loutra, aber die vorbei kommenden Polizisten nahmen an unserem idyllischen Stellplätzchen keinerlei Anstoß.

Eigentlich verboten, aber schattig und scheee.

Das war natürlich der ultimative Kick:

An einem Seil über die glitschigen und bemoosten Felsen zum “Wasserfall” gehangelt. Er ist zwar nur knapp 5 m hoch, aber es donnert doch gewaltig auf Kopf und Schultern und nach einer Viertelstunde ist man durch und durch weich massiert.

Ein kleiner Abendspaziergang war alles was wir nach der Bade Session noch schafften. Ein wilder Hund hatte sich auch wieder zu uns gesellt. Nach etwas Belohnung aus dem Womo hielt er treu Wache die ganze Nacht.

Der Schwefel tat ein Übriges, daß wir schliefen wie in Abrahams Schoß, allerdings mit leicht höllischen Ausdünstungen.

6.- 7. 5.  Thermopyles - Meteora                                                                     gef. 172 km          Gesamt 2700 km    

Schon die Anfahrt und dann besonders der Spaziergang in die Stadt Meteora ließ uns regelrecht sprachlos werden vor diesen wie von Riesenhand in die Landschaft gesetzten Felsen. Die Klöster befinden sich bewußt alle auf der Rückseite der Felsen, waren also für den nächsten Tag reserviert.

Die Klöster sind auf der Bergstraße auch mit dem Womo bequem erreichbar. Es sind jedoch bei jedem Kloster vom Parkplatz aus mehrere 100 Stufen zu überwinden. Von den insgesamt 7 Klöstern besuchten wir 3 im Inneren und die anderen mußten mit einem Ansehen von außen zufrieden sein. Mehr kann man an einem Tag nicht verkraften und das ständige Fotografierverbot ging mir auch auf die Nerven. Ein bisschen was hab ich trotzdem erwischt. Das zum Kauf angebotene Bildmaterial ist nicht besonders ansprechend.

Lockerine sittsam nach Vorschrift der orthodoxen Kirche in langen wallenden Röcken.

Unsere Blicke pendelten ständig zwischen den düsteren Räumlichkeiten drinnen und den atemberaubenden Ansichten außen.

Weiter oben sieht man die alte Küche und den auch heute noch genutzten Weinkeller. Leider hing ein kräftiges Schloß an der Tür.

Wenn man sich bewußt macht, dass diese Klöster alle vor dem Bau der Straße erbaut wurden ist man sprachlos. Anfangs mit aneinander gebundenen Leitern, später mit Seil, Umlenkrolle und Korb wurden die Höhenmeter überwunden.

Die letzten drei Aufnahmen stammen aus dem Frauenkloster, welches als einziges ohne  viele Stufen von der Straße aus erreichbar ist. Die Bauleute waren eben Kavaliere.

Als Lohn gibt es hier jüngere Nonnen, die mit viel Charme ihrer Berufung nachgehen und auch mit Touristen gerne einen kleinen Ratsch halten.

Außer man wird beim Fotografieren erwischt, dann versprödet auch hier der Charme augenblicklich.

Ich verstehe diese veraltete Ansicht nicht, denn daß man auf den Blitz verzichtet, gebietet eh der Anstand. Aber im Zeitalter der Digitalfotografie kauft man doch keine verstaubten Papierbilder mehr.

8. - 10.5.  Meteora - Ioannina                                                                    gef. 106 km          Gesamt 2806 km    

Wieder ging es, Autobahn vermeidend über das Gebirge. Die unzähligen Serpentinen wollten kein Ende nehmen, bis ich kurzerhand 30 km vor Ioannina die AB nahm.
Die Stadt besticht durch seine ernormen Schutzmauern und verrät wozu und von wem die Stadt gegründet wurde. Ali Pascha ist hier allgegenwärtig und erinnert die Griechen heute noch an das halbe Jahrtausend, das sie von den Türken unterjocht wurden.
Die Altstadt ist sehr orientalisch angelegt, wobei die Zünfte streng an den zugewiesenen Straßen ihr Handwerk ausüben mussten. So kann man heute noch erleben, hintereinander 9 Schmiede vorzufinden. Leider sind manche Straßenzüge in einem sehr verwahrlosten Zustand.

Griechenland und seine Moscheen, das ist eine typische Haßliebe. Sonst eher selten, besitzt Ioannina gleich drei.

Die best erhaltene steht am Festungsberg gleich neben dem Regierungspalast Ali Paschas. Die unten gezeigte wurde überhaupt erst um 1970 renoviert. Vorher war sie dem Verfall preisgegeben.

Die dritte steht auf der Insel, die auch das Ali Pascha Museum trägt.

Das Museum erzählt hauptsächlich die sehr blutrünstige Geschichte dieses Despoten und zeigt vorwiegend kriegerische Werkzeuge und Bilder, die ich euch nicht zumuten will.

Diese Insel war per Schiff in 15 Minuten erreicht und bietet außer dem Museum viele Verkaufsstände, Restaurants und Cafes. Aber auch einige Fischerfamilien leben hier.

Neben der Moschee befinden sich auch noch zwei Klöster auf der Insel, die jedoch derzeit unbewohnt sind wegen ihres baufälligen Zustandes.

Unseren letzten Nachmittag in Griechenland  verbrachten wir gemütlich zusehend bei der Optimist Ragatta, besetzt mit 6 bis 7-jährigen Knirpsen. Der CP ist nämlich gleichzeitig eine Segelschule

Unglaublich, was die an Ehrgeiz und Einsatz zeigten. Selbst ein gelegentliches Kentern war von den Begleitbooten schnell wieder in Ordnung gebracht.

Als dann völlig überraschend Sturm und Gewitter aufkam, konnte es nicht schnell genug gehen, die jungen Stars wie an einer Perlenschnur an Land zu bringen. Die letzten mussten sogar mit Motorbooten geborgen werden. Es ist nichts passiert und alle Optimisten kamen gesund an Land.

11.5.  Ioannina - Himare / Albanien                                                                gef. 151 km          Gesamt 2957 km    

Unser erster Eindruck: Selbst auf der zentralen LH-480 haben Tiere immer Vorrang. Aber wir wollten eh so steil hinauf über den Mt. Stagares wieder zu unserer geliebten Küste.
Der CP Besitzer (in pink) hat uns gleich mit einem Kaffe und einem Schnapserl willkommen geheissen.
Leider hat dann eine Anzahl gruppenreisender Deutscher den CP ausgeräuchert und die Räucherware sogar noch gegessen.

Wir gingen lieber nochmal an den schönen Strand schwimmen, der uns um diese Zeit ganz alleine gehörte. Das Wasser war klar und warm.

Die Feiernden brauchten offenbar riesige Mengen Bier, um das verkohlte Grillgut in den Mägen zu löschen. Naja, das Absingen der typischen Lieder von der Schönheit des deutschen Rheins etc. war die Folge und hielt bis etwa 2.00 Uhr morgens an.
Für den wirklich netten und aufmerksamen CP Wirt mache ich gerne ein bissl Reklame, er kann ja nichts für das nächtliche Gegröle. Er ist Grieche, wie die meisten Unternehmer in Südalbanien .
Die immer wieder erwähnten Bunker gibt es wirklich in Albanien und zwar zuhauf.

12.5.  Himare / Albanien - Kavaje                                                               gef. 212 km          Gesamt 3169 km    

und gleich wieder gings über einen steilen Berg. (mit Hindernissen)

Es war eine anstrengende und aufregende Tagestour, denn die großen Städte wie Vlore, Fier und Durres haben es ganz schön in sich. Die Albaner haben einen Fahrstil, der mit unserem mitteleuropäischen absolut nicht kompatibel ist. In den großen Städten mit ihren riesigen Plätzen, die irgendwie zu überqueren sind, gewinnt der mit dem größten Gottvertrauen. Da die meisten strenggläubige Moslems sind, sind sie uns hier überlegen. Allah wird genug Arbeit mit ihnen haben.
Ab etwa Fier ist die Straße jetzt autobahnähnlich ausgebaut, was weder unser Navi noch die ÖAMTC Karten wissen. So kamen wir auch nicht zum gewünschten CP, sondern in die Weinberge, da Linksabbiegen auf der AB fast ausgeschlossen ist hihi. Irgendwie fanden wir nach öfteren Abfahren und wieder retour doch zur Küste, aber auch nur weil uns ein reizendes junges Pärchen, das so eine Art L17 Übungsstunde machte unser planloses Umhergurken ansah und uns kurz entschlossen zur Küste vorausfuhr. Wir konnten kein Wort mit ihnen verständlich wechseln, haben uns trotzdem bestens verstanden.
Ich liebe die Albaner!

Wir stellten uns neben ein noch nicht fertiges Restaurant, wo der Besitzer mit ein paar Helfern arbeitete. Eine Frage an ihn in “radebrech”, ob es Probleme geben würde verneinte er lachend. Das war gut so, saß ich für diese 212 km doch fast 6 Stunden am Lenkrad.

13.- 14.5.  Kavaje - Ulcinj / Montenegro                                                              gef. 173 km          Gesamt 3342 km    

In Durres haben wir einen ultramodernen Supermarkt entdeckt, wo wir unsere restlichen Lek verprassten. Die Preise sind wesentlich günstiger als in GR und ich bekam endlich wieder Mineralwasser mit CO2. Für die allerletzten 400 Lek in Münzen (€ 2,90) bekamen wir noch 1 kg Schafkäse, der in GR immer etwa 10 € gekostet hat.
Die Reise ging weiter, nahe an Tirana vorbei nach Shkoder mit seinem See und der Festung. Entlang des Flusses ging es dann zur montenegrinischen Grenze, natürlich wieder mit der ganzen Balkan Bürokratie. Aber unsere griechischen über insgesamt 7 Grenzen geschmuggelten Balkonblumen haben sie nie gefunden. Hurra!
In Ulcinj trainierten gerade die russischen National Beachball Spielerinnen.

Hier sprach mich ein alter Bekannter an, nämlich Jonny aus unserem Forum mit seiner Susanne. Na das war ein Hallo und es stellte sich heraus, daß sie auf Wickerl warten. Was wir leider nicht mehr abwarten konnten. Wir lernten auch ein Pärchen aus Gratkorn kennen, die sich als wahre Südkroatien Experten heraus stellten. So beschlossen wir, im Konvoi zu fahren um gemeinsam Dubrovnik zu besuchen. Leider gibt es vom Ulcinj Aufenthalt keine weiteren Bilder, denn die neu eingesetzte SD card ließ sich nicht mehr auslesen. Na wenigstens merkte ich es bald und hab die alte card in den PC geladen und dann weiter verwendet.

15. - 16. 5. Ulcinj / Montenegro -   Dubrovnik / Kroatien                                 gef. 160 km          Gesamt 3502 km    

Auch die Reise brachte ein paar schöne Bilder. Obwohl wir die Fähre nahmen, brachte mein 32-Tele auch Kotor ganz brauchbar.

Die Anfahrt hoch über den Berg ist eigentlich der schönste Blickwinkel für eine Totale von Dubrovnik. In der Stadt erinnern gleich die mächtigen Stadtmauern, was Dubrovnik schon alles mitgemacht hat. Gleich nach dem Stadttor begrüßen uns Touristen und viel Kommerz. Eigentlich waren wir ein wenig enttäuscht, wie kompromißlos diese Stadt mittlerweile vermarktet wird. Ob das jedoch auch in Zukunft so viele Menschen anziehen wird?

Die Gassenlokale dürfen ganz exakt die halbe Breite jeder Gasse einnehmen, konnte ich in Erfahrung bringen. Ordnung muss sein.

Die schmalen Gassen haben den Vorteil, daß es auch an heissen Tagen angenehm kühl ist und stets ein leichtes Lüftchen weht.

Dagegen war es auf der breiten Hauptstraße unten in der Mittagszeit unerträglich heiss und alles verzog sich in die Restaurants im Schatten.

Roswitha auf dem Schoß des Herrn Drzic und ganz unten unser Seebär mit seiner nagelneuen Kapitänsmütze.

Selbst an ein bisschen Folklore mit Tanz und Gesang wurde gedacht.

17. 5. Dubrovnik - Split, Primosten                                                                gef. 286 km          Gesamt 3788 km    

Da wir schon dem Zeitplan hinterher hinkten, sollte es ein stärkerer Reisetag, aber immer noch der Küste entlang werden. Split mit seinem SP im Hafen sollte es sein. Doch € 32.- für eine Nacht auf blanker Betonstraße ohne jegliches Service, dafür unerträglichen Verkehrslärm, nein so leidensfähig sind wir nicht. Nach Mittagspause und kleiner Fototour im Hafen fuhren wir weiter die Küste hinauf.

Der Fotostop war jedoch günstig, lag doch die Costa Mediterranea, das Schwesterschiff der Concordia im Hafen. So konnte ich diesen Schiffstyp einmal in aufrechter Position fotografieren.

Der CP in Primosten war wesentlich entspannender und kostete die Hälfte des SP in Split. Einen Sonnenuntergang genehmige ich mir noch auf dieser Reise.

18. 5. Primosten - Ptuj / Slo                                                                gef. 463 km          Gesamt 4251 km    

Bei so einer Kulisse, wer kann sich da von der Küstenstraße trennen?

Wir jedenfalls nicht und so beschlossen wir noch bis Zadar hinauf zu fahren und erst dann die AB Richtung Zagreb zu nehmen. So haben wir noch etwa 100 km Küste heraus geschunden, freilich für den Preis eines kleinen Umwegs.
Natürlich gab es in Zadar keine Ausreden mehr und der Weg in das Landesinnere auf der AB wurde eingeschlagen. Viele relativ neue und lange Tunnels haben uns überrascht und dazwischen ging es hoch am Berg recht stürmisch zu.

Schließlich ging es vorbei an Karlovac und Zagreb nach Norden zur slowenischen Grenze und nach Ptuj

19. 5. Ptuj  - Unterschwarza                                                                      gef. 66 km          Gesamt 4317 km    

Bei der Pickerl vermeidenden Durchfahrt von Slowenien sprang uns allein dieses Haus vor die Linse. Die Fenster in den Dachgauben erinnerten uns spontan an die “Augen von Sibiu”. Ansonsten problemloser Grenzübertritt und nach Kernölkauf in der Sixt Mühle auf nach Unterschwarza. Kurz darauf traf Zotty (Gabi und Otto) beim Backhendlwirt wie vereinbart ein. Es wurde ein schwerer Tag, mittags Backhendl und viel tratschen. Abends dann zu Fuß zum Mostheurigen. Herber Most mit Schweinsbratl Broten und wieder viel Tratschen ließ den Abend wie im Flug vergehen. Beim Heimgehen durch Gewitter und leichtem Hagel wurde uns sogar schon die Dusche abgenommen, wir waren bis auf die Haut nass geworden.

20. 5. Unterschwarza  -  Bergheim                                                                      gef. 354 km          Gesamt 4671 km    

Nördlich des Plabutsch Tunnels setzte Dauerregen ein, der sich im Laufe des Tages immer mehr verstärkte.

Zwei Vorteile hatte das: Erstens wurden wir wieder an heimische Wetterverhältnisse herangeführt und zweitens wurde unser Womo zumindest schon einmal ordentlich vorgewaschen.

Schlimmer als der Regen war der Temperatursturz. Hatte es in der Südsteiermark noch 20° bei der Abfahrt, brachten wir nur armselige 8.5° nach Hause.

Wie meist: das letzte Bild gilt unserer Beute.

Fazit: Griechenland ist trotz meiner anfänglichen Vorbehalte gerade jetzt in der Krisenzeit ein ausgezeichnetes Reiseland. Durch das selbst Erlebte entsteht ein völlig anderes Bild als es uns die Medien ständig vorgaukeln.

Die normale Bevölkerung ist sehr gastfreundlich, kontaktfreudig und immer hilfsbereit, wenn man in Problemen steckt. Mit normal meine ich: keine Politiker, solche haben wir gottseidank nicht kennen gelernt.

Von wegen faule Griechen. Durch Fleiß und gegenseitige Hilfe hat zumindest am Land fast jeder Grieche sein eigenes Haus. Diese sind in der Regel sehr gepflegt und lassen die Freude der Eigentümer an ihrem Besitz erkennen. Fast immer, wenn wir mit Leuten ins Gespräch kamen, wiesen sie darauf hin, daß ihr Haus schuldenfrei  ist (oder beinahe).

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