Sarde-West
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23.5.  Buggeru  - Arborea               Maut 0.-     Tank 100.-                  Start 1432 km      Ziel 1520 km     gef. 88 km

Wir nahmen  die SS 126, die Okzidentale, die uns über zwei Gebirgspässe und einige Bergstädtchen führte. Arbus und Guspini sind uns wegen der abenteuerlichen Ortsdurchfahrten noch in Erinnerung.  Arborea ist ein kleiner CP einerseits am Meer und die andere Seite zu einer Lagune hin gelegen, die viele seltene Vogelarten beherbergen soll. Die Vögel hatten wohl Ruhetag, denn trotz ausgiebiger Märsche durch die Prärie zeigte sich nichts bemerkenswertes weder zu Land noch zur Luft.

24.5.  Arborea  - Mari Ermi             Maut 0.-     Tank 0.-                 Start 1520 km      Ziel 1555 km     gef. 35 km

Unser Zwischenziel für den Kulturteil sollte die Bezirkshauptstadt Oristano sein.

Keine Stadt ohne Torre.                 Unten eine seltsam berührende Plastik.

Statue der Richterin Eleonore d´Arborea, die viel für die Unabhängigkeit der Sarden geleistet hat.

Der Dom mit seiner eigenwilligen Architektur.

Vor dem Stadtbummel ist ein Besuch des info-points in der Fußgängerzone sehr empfehlenswert. Sehr freundliche und vielsprachige Leute, die uns sogar mit deutschsprachigen Stadtplan, Museumsführer und einem Büchlein über Oristano beschenkt haben. Mille Grazie.

Aber gegen Mittag bekamen wir Appetit auf Reis. Wo kann der besser befriedigt werden als am Reisstrand? Also auf nach Mari Erbi. Wir haben frei am Parkplatz eines Fischrestaurants gestanden, nachdem wir Nachmittags eine Kleinigkeit dort gegessen und getrunken haben.

Von den Reiskörnern haben wir natürlich nichts mitgenommen, denn das ist ja verboten.

Leider geht selbst in diesem Paradies die Sonne unter, jedoch immer  spektakulär, wie es nur an der Westküste möglich ist.

Noch ein Panoramabild von der Pracht und schon ging es wieder weiter dem Norden zu.

25.5.  Mari Ermi - Cuglieri             Maut 0.-     Tank 0.-                    Start 1555 km      Ziel 1596 km     gef. 41 km

Cuglieri bietet außer dem zweitschönsten CP von Sardinien eigentlich nicht viel. Und wir hatten wieder einmal ein paar Tage Faulsein nötig. Freie Wahl zwischen sonnigen Plätzen in Strandnähe, unter Pinien und alles dazwischen war möglich. Nach it. Sitte sperrte auch hier das Restaurant für unsere Verhältnisse zu spät auf, deshalb musste sogar der Kinderspielplatz zum Überbrücken herhalten.

Aber der eigentliche Hit dieses Gegend sind die Sonnenuntergänge. Ich kann davon gar nicht genug kriegen.

27.5.  Cuglieri - Alghero             Maut 0.-     Tank 0.-                       Start 1596 km      Ziel 1871 km     gef. 275 km

Der Weg in das Innenland gestaltete sich ein bisschen umständlich, da wir für die günstigste Route schon zu weit nördlich waren. Also wieder eine unser bewährten Bergtouren meist auf gelben Provinzstraßen über Suni, Macomer nach Seneghe, um das berühmte Olivenöl direkt beim Hersteller, der Familie Coseddu zu kaufen.

Wie uns unser lieber Camperfreund aus Kuchl angekündigt hatte, wurde wir sofort sehr herzlich von Mutter und Sohn begrüßt und zu einem eisgekühlten Mirto Rosso, einem Myrtenlikör eingeladen. Eine sardische Spezialität, die vortrefflich schmeckt.
Wir haben aber auch Olivenöl verkostet und ordentlich eingekauft.

Weiter ging es endgültig Richtung Norden, aber diesmal via AB erneut über Macomer, Sassari, zum Porto Conte, wo wir frei stehen wollten. Hier trafen wir erstmals auf Menschenmassen und Bustouristen und erneut militärisches Sperrgebiet. Es fand sich kein ruhiges Plätzchen für die Nacht. Also doch hin zum Plan B, den CP Alghero. Der Vorteil war, daß wir die Altstadt und den Hafen bequem zu Fuß erreichen konnten und wir eben dann die Grotta Nettuno am nächsten Tag per Schiff besuchen konnten. Bei den angekündigten 473 Stufen pro Richtung eh kein Fehler. ;-)

Außerdem gab es die Möglichkeit auf einem 2 x 1000 PS Schnellboot die Besichtigung zu erleben. Diese Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ein Wahnsinnsgefühl!

Der Kapitän steuert alle sehenswerten Felsen der Reihe nach an. Durch eine Grotta fährt er sogar durch, wobei einige Antennen schon an der Felsdecke kratzen. An der Nettuno geht er vor Anker und man kann die Tropfsteinhöhlen zu Fuß besichtigen. Von hier aus führen auch die 473 Stufen auf das Plateau und die Straße. Gegen  € 25.- kann man es bequemer haben, so wie wir.

Unten: Schon erreichten wir wieder Alghero. Hier ein Blick auf die Altstadt.

Wir passen um Haaresbreite durch.

29.5. Alghero - St. Maria di Coghina            Maut 0.-     Tank 100.-          Start 1871 km      Ziel 1990 km     gef. 119 km

Die Weiterfahrt über Sassari, Porto Torres bescherte uns wieder einige historische Städte, die mit Abstand schönste war natürlich Castelsardo. Wir beschlossen sofort, hier Station zu machen und das Castel zu erwandern. Hier oben waren wir auf Augenhöhe mit den Möwen und sogar ein Blick zur Isola Asinara war uns vergönnt.

Wir mussten aber weiter, der Elefant wartet.

Unser Tagesziel war Santa Maria di Coghina, ein kleines Nest im Landesinneren, das eigentlich nur durch die Thermalquelle bekannt ist. Wir fanden zwar einen schön ruhig gelegenen Platz zum frei Stehen, aber mit Thermen war nix, denn der Fluß führte Hochwasser und war eisig kalt. Im Hotel waren sie an Tagesgästen nicht interessiert. Naja es kann nicht alles klappen.

30.5. St. Maria di Coghina - La Marmorata         Maut 0.-    Tank 0.-      Start 1990 km     Ziel 2067 km     gef. 77 km

Richtung St. Teresa begrüßte uns dieses reizende Eselstrio.

Hier noch zwei Zwischenstopps einfach zum Schauen und Genießen an der Costa Paradiso.
St. Teresa di Gallura gibt außer dem Fährhafen nicht viel her, aber es ist doch der nördlichste Punkt der Insel und Bonifacio ist mit freiem Auge sichtbar. Herrliche Buchten, feinsandiger Strand. .

Leider tauchen solche Betonklötze im Norden immer öfter auf. Aber das Auge kann viel ausblenden und so standen wir an der Bucht ganz unten völlig frei, nur mit etwas Sorge, ob wir auch die extrem steile Schotterstraße am nächsten Morgen wieder hinauf kommen?

31.5. La Marmorata - Portiscu                  Maut 0.-     Tank 0.-          Start 2067  km      Ziel 2171 km     gef. 104 km

Hier war natürlich Palau der erste Anlaufpunkt wegen seiner herrlichen Ausblicke zur Insel Maddalena. Hier herrscht reger Fährverkehr zu den Inseln. Palau ist eine Stadt auf einem Hügel und touristisch voll erschlossen, was wir auch am Mittagsmenu deutlich gemerkt haben. Aber man muss dort gewesen sein.

Leider hatten wir keine Zeit mehr, Maddalena zu besuchen, aber we weiß, vielleicht kommen wir ja wieder?
Außerdem gelingen die besten Bilder ohnehin vom Festland aus.

Weiter ging es, den berühmten Bären zu finden, von dem wir keine GPS Position hatten. Mein Sardinenführer sagte nur, etwa 5 km östlich von Palau. Ein wenig planlos in der Gegend herumgurken und schon sahen wir ihn hoch oben am Berg. Ich gestehe, das eigentliche Bärenfoto habe ich vom Eintrittsbillett der Kletteranlage gestohlen, da es so nur aus der Luft fotografierbar ist.

Wer Sardinien besucht, darf natürlich an der Costa Smeralda nicht vorbei fahren, wo Berlusconi, Briatore usw... ihre Bunga Bunga Parties feierten.  Baia Sardinia, Porto Cervo, Capriccioli haben wir besucht und uns sogar einen Drink genehmigt. Ein kleines Bier, 1/8 Rotwein und ein winziges Stück Apfelkuchen wurde mit  stolzen     € 22.- berechnet.

Aber auch in diesem Eldorado der Reichen und Schönen haben wir ein winziges Fleckerl Costa südlich von Capriccioli für uns allein gefunden und direkt daneben frei übernachten können. Leider hat die nahe vorbei führende Regionalstraße die Nachtruhe etwas getrübt.

1.6. Portiscu - Cannigioni                      Maut 0.-     Tank 0.-                 Start 2171  km      Ziel 2194 km     gef. 23 km

Der vorletzte Inseltag sollte dem Faulsein und Regenerieren vorbehalten sein. Deshalb nur eine kurze Fahrt quer durchs Land nach Cannigioni und weiter zur kleinen Insel Le Isoledda, die komplett als CP genutzt wird.

Und auf diesem terrassenförmig angelegten CP haben wir wieder ein Idyll gefunden, das einen längeren Aufenthalt wert wäre.

Am meisten überrascht hat mich mein einziges Eheweib mit richtigen Knödeln und einem Braten zu Mittag. War das ein Festessen nach den vielen Pizze und Paste. Sie lebt also doch die 3 K ?  Leider muß ich befürchten, dass es nur die vielen altgewordenen Semmeln waren, die zu dieser Spontanmahlzeit geführt haben. Egal, bärig guat woars.

2.6. Cannigioni - Olbia                         Maut 0.-     Tank 0.-               Start 2194  km      Ziel 2228 km     gef. 34 km

Da die Fähre erst um 15.45 Uhr losfährt, haben wir noch einen Stadtbesuch von Olbia eingelegt. Mit einem Superglück haben wir sogar einen schattigen Parkplatz nur 200 m vor Beginn der Altstadt entdeckt. Die Stadt hat uns leider gar nicht gefallen. Was dort als Center Storico bezeichnet wird, ist das Straßengewirr einer Industrie- und Handelsstadt. Dafür lieber ein paar Bilder von Hafen und Fähren.

Unsere Fähre läuft ein und wird wieder mit Hilfe des Schiebers gedreht. Das Aus- und Einladen war tatsächlich in etwas über 30 Minuten erledigt und schon laufen wir aus und grüßen Leuchtturm und Tavolara noch einmal.

Übermütige Möwen begleiteten uns fast eine Stunde lang, beziehungsweise bis alle angebotenen Leckerli aufgefressen waren. Es ist schon ein Schauspiel, mit welcher Akrobatik sie die Chips usw, im Flug geholt haben.

Mit dem Sonnenuntergang auf hoher See, wollen wir uns von euch, unseren treuen Reisebegleitern zumindest aus Sardinien verabschieden.

Wir haben aber noch eine Woche angehängt und die hat uns in die Cinque Terre geführt.

Hier ist der Link dazu:

Teil 3: Die Cinque Terre

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