Cinque Terre
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3.6.  Livorno - Deiva Mare             Maut 0.-     Tank 0.-                   Start 2228 km      Ziel 2357 km     gef. 129 km

Erst auf der langen Fährenüberfahrt von Olbia nach Livorno wurden wir uns einig, zum Abschluß noch die Cinque Terre zu besuchen. Das haben wir immer wieder aufgeschoben, weil wir die Besuchermassen von Frühling bis Spätherbst immer gefürchtet haben. Doch was sind wir denn anderes als Besucher? Wir haben einen gemütlichen CP in Deiva aufgesucht und beschlossen, die Orte per Bahn zu erkunden.

Die fünf Orte sind regelrecht an die steilen Felsen geklebt und in Folge ist der horizontal verfügbare Raum äußerst knapp. Deshalb wird alles in die Höhe gebaut, Stufen und Schrägen ohne Ende sind das Ergebnis.

Wir sind flott mit der Bahn zwischen den Orten gependelt, weil man sich die Gehkraft eh für die 5 Orte selbst aufheben soll. Da die Bahnfahrt immer in Tunnels verläuft, sind wir einmal im falschen Dorf ausgestiegen.

Deshalb kann ich nicht mehr sicher jedes Foto einem bestimmten Dorf zuordnen. Zu groß ist die Ähnlichkeiten zwischen ihnen und eigentlich ist es auch egal, denn schön sind alle fünf Dörfer.

Den letzten Tag unseres Aufenthalts verwendeten wir zu einer Bootsfahrt nach La Spezia. Auf diesem bereits mit Touristen vollbeladenen Boot sollten wir auch noch Platz finden. Dafür leben die Bewohner der Häuser rechts für unseren Geschmack etwas zu ruhig.

Abwechselnd an ausgedehnten Wäldern oder schroffen Felsen ging es immer erstaunlich eng am Ufer entlang, bis die mächtige Festungsanlage Portovenere vor uns auftauchte. Diese hat früher die Bucht von La Spezia gut beschützt und tut es auch heute noch optisch.

Auf einfachen Holzbänken, wie im Gastgarten haben wir diese Seereise genossen. Die Innenstadt hat uns bis auf den alten Bahnhof und die imposante Markthalle weniger beeindruckt.

6.6.  Deiva Mare - Lazise la Garda           Maut 14.-     Tank 0.-          Start 2357 km      Ziel 2703 km     gef. 346 km

Über Genua durch den Piemont auf Bundesstraßen zuckeln war auch neu für uns und ca. 50 km hinter Genua wurde die Fahrt richtig schön. Warum? Kurz vor Genua begann es im Womo intensiv nach Gas zu riechen. Trotz Abdrehen aller Hähne, auch der Reserveflasche blieb uns dieser Geruch erhalten und wir fuhren entsprechend beunruhigt weiter. Erst nachdem wir Genua passiert hatten, fiel mir auf, daß praktisch eine Raffinerie nach der anderen steht. Die müssen an dem Tag wohl alle Butan oder Propylen destilliert haben. Der Gestank hat sich erst etwa bei Tortona langsam verflüchtigt.

7.6.  Lazise la Garda - Sterzing            Maut 19.-     Tank 100.-           Start 2703 km      Ziel 2916 km     gef. 213 km

Normalerweise fahren wir vom Gardasee schnurstracks heim, aber diesmal hat lockerine eingeladen, mich wie einen Firmling auszuführen, weil ich im abgelaufenen Jahr so lieb und brav gewesen bin. Und weil wir dort noch nie waren, sollte es das bezaubernde Städchen Sterzing werden.

Um es kurz zu machen: Es war ein kulinarischer Traum, leider muß daheim dann irgendwann ein Blick auf die Waage riskiert werden.

In dem Gasthof, wo wir zu Mittag aßen, fiel mir diese Hühnerstiege auf, wo immer wieder Leute rauf oder runter gingen. Sie führte nicht etwa zu einem Haus, nein oben war ein Ausgang zu einer höher liegenden Straße.

Als Teilausgleich für die Sünden tagsüber erwanderten und erstiegen wir in der Abenddämmerung Burg Reifenstein. Das Haupttor war zwar offen, aber am Innentor war Schluß. So stiegen wir auch noch zu der nahe gelegenen Bergkirche hinauf, leider ebnfalls versperrt.

Der Stellplatz Sterzing (auf der AB als Autohof bezeichnet) ist sehr empfehlenswert. V/E, gutgeführter Kiosk, Duschen, was will man mehr? Ein Rad- und Gehweg führt direkt zur Altstadt, es werden etwa 2 km sein.

8.6.  Sterzing - Bergheim             Maut 10.-     Tank 0.-                  Start 2916 km      Ziel 3174 km     gef. 258 km

Brenner, Innsbruck, BAB-A8 war als Reiseroute geplant. Leider war die Teilsperre der A8 am Chiemsee wegen Hochwasserschäden noch nicht aufgehoben. Mangels mitgeführter Detailkarten von Deutschland zwecks einer Umfahrung haben wir halt unsere Stunde Stau abgesessen und sind trotzdem um etwa 13 Uhr wohlbehalten zu Hause angekommen.

Fazit:

Sardinien ist eine Reise wohl wert und es gibt noch so Vieles, was es für uns noch zu entdecken gibt. Wenn nicht die langweiligen Fähren unsere Geduld strapazieren würden. Camping on Bord gabs im Mai noch nicht. Für einen späteren erneuten Besuch Sardiniens werden wir wohl unbedingt eine solche Buchung suchen.

Liebe Grüße allen Lesern des RB und allen netten Campern, die wir auf dieser Reise kennen gelernt haben und die vielleicht diesen RB lesen.   locker & lockerine, manchmal auch Walter & Gusti genannt.

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