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April - Mai Stiefelumrundung Italien      Teil 2 Sizilien,  der Osten

16.4.   Palmi - Giarre                               Maut 3.-     Tank 0.-     Start 1856 km     Ziel 1962 km       gef. 106 km

Der Überfahrt nach Sizilien aus Teil 1 folgend war erst einmal Messina heil zu verlassen, da ein Besuch beim mittlerweile wieder einsetzenden Regen nicht interessant erschien. Selbiges traf leider auch auf Taormina zu, das wir zwar unbedingt besuchen wollten. Wir hatten jedoch genug vom Regen, deshalb kurzer Fotostopp und weiter Richtung Süden.

Unterwegs verlockte uns ein Straßenhändler zum Erwerb der ersten Sizilien Beute: 10 kg gemischte Orangen für € 5.-
Das Wetter wurde immer besser, so haben wir in der Nähe von Giarre den CP Motoba mit direkten Blick auf den Ätna aufgesucht.

Der sehr gut deutsch sprechende Besitzer hat uns sogar eine Skizze für die Anfahrt auf den Ätna gezeichnet. Generell waren die Leute auf Sizilien äußerst nett und hilfsbereit, trotz unserer bescheidenen Sprachkenntnisse.

Abendstimmung am CP Motoba mit Blick auf den Ätna, der fast immer eine Wolkenkrone trägt. Hier ist gerade die Spitze zu sehen.
Am CP und auch auf den Straßen lag überall die feine schwarze Asche, die beim Gehen unangenehm knirscht, da die feinen gasgefüllten Lavakügelchen beim geringsten Druck zerbrechen.
Der Ätna hatte 4 Tage vor unserer Ankuft einen kräftigen Ausbruch und ordentlich Asche gepuckt.

17.4.   Giarre - Ätna - Giarre                          Maut 0.-     Tank 0.-     Start 1962 km     Ziel 2060 km       gef. 98 km

Die Fahrt zum Refugio Etna führte uns über San Veneria, Zaffira auf einer recht gut ausgebauten Straße auf 2000 m Höhe. Dort ist ein riesiger Parkplatz, von dem die Nebenkrater Silvestri und 1911 erwandert werden können. Der Hauptkrater Etna ist nur per Seilbahn für € 60.50 pro Nase erreichbar. Wir bestiegen lieber den kleineren Sylvestri.

Unmengen von roten und schwarzen Lavabrocken zieren die Gegend. Natürlich darf man nichts mitnehmen, wie Gusti gerade zeigt.

Der tote Wald links oben stammt vom letzten großen Ausbruch 2001.

Der kleinste der drei bekanntesten Krater Sylvestri kann bequem in 30 Minuten erstiegen und umwandert werden.

Es sollen hunderte von kleineren  Kratern entstanden sein, weil die Gesteinsdecke sehr dünn ist.
Das merkt man auch, weil die Bodentemperatur immer etwa 30 Grad beträgt.

Dieser Krater ist erst 1911 entstanden, darum heisst er auch so.

Der Hauptkrater Etna.

Man sieht die Seilbahntrasse, die nur auf 3000 m führt. Von da ab müsste man wandern oder die teuren Unimog Spezialfahrzeuge benutzen.

Uns war es an diesem Tag zu kalt und nebelig für den Aufwand.

Die riesigen Lavafelder haben wir auf der Westabfahrt besucht. Sie erstrecken sich über etwa 1000 Höhenmeter. So weit das Auge reicht, nur schwarz - weiss. Es ist wie eine Mondlandschaft.

Höhepunkt ist natürlich das 2001 von der Lava verschlungene Haus.

18.4.   Giarre - Catania - Giarre                        Maut 0.-     Tank 0.-     Start 2060 km     Ziel 2060 km       gef. 0 km

Eine Bahnfahrt, die ist lustig......und spottbillig in Italien. Ideal für eine Stadtbesichtigung von Catania, denn gleich am Hauptbahnhof beginnt die Altstadt.

Das Stadtsymbol, ein Brunnen mit Basaltelefant, der einen Obelisk trägt. Darauf die Weltkugel mit Kreuz.

Links oben das Nationaltheater und rechts der Dom, für dessen Bau das Amphitheater aus dem 2. Jh. geopfert wurde, weil es einfach als “Steinbruch” mißbraucht wurde.

Eine der Bellini Statuen, hier mit den Hauptfiguren aus einigen seiner Opern.

Unten die kärglichen Reste des Amphiteaters.

Domplatz mit Aussicht auf weitere Kirchen. Catania dürfte hauptsächlich aus Kirchen bestehen.

19.4.   Giarre - Augusta - Syracusa - Avola           Maut 3.-     Tank 0.-     Start 2060 km     Ziel 2203 km    gef. 143 km

Natürlich mussten wir da hin, wenn die besse Hälfte diesen Namen trägt. Riesen Markt, Fracht- und Militärhafen, sowie 4 Raffinerien zeichnen diesen Ort aus. Vergebens war der Besuch dennoch nicht, denn wir haben das beste und frischeste Gemüse hier bekommen. Kein Supermarkt kann da mithalten.

Doch die Räder müssen rollen, diesmal nach Syracusa:

Die Stadt mit seinen vielen alten Steinen hat uns sehr gut gefallen, aber durch die weiten Wege auch müde und hungrig gemacht, sehr heiss war es zudem. Die Götter waren uns hold,

Denn wir fanden ein prima Restaurant in einem schattigen Hinterhof direkt in der Altstadt und mit sogar annehmbaren Preisen.
Direkt am Domplatz wuchsen diese wunderbaren Zitronen in einer einfachen Schale mit erstaunlich wenig Erde.

Eigentlich wollten wir noch die Insel Ortigia mit seinen Ausgrabungen und das Ohr des Dionysos besuchen, aber wisst ihr, was noch träger als müde und hungrig macht? Richtig: Müde und satt!
Außerdem wollte ich endlich nach der Hitze ins Meer hüpfen, wenigstes für eine kurze Schwimmrunde. So fuhren wir gleich weiter Richtung Avola.

Ecco: Sabbiadoro und an diesem Goldstrand konnte man herrlich abkühlen und sich von einer Überdosis Kultur erholen ;-)

Der gleichnamige CP ist ein Geheimtipp und liegt etwa 3 km vor Avola. Nicht ganz preiswert, aber sehr gepflegt. , Perfekt für eine Radltour in die Stadt des berühmten Weines und der noch berühmteren Mandorle (Mandeln)

Am Domplatz konnten wir natürlich nicht widerstehen und haben uns eienen Riesenbecher Gelati de Mandorle geleistet. Das haben wir in ganz Sizilien nicht wieder angetroffen.

Die Stadt wirkte etwas ungepflegt mit viel Müll auf den Strassen.  Waren wir etwa schon stadtmüde vom ewigen Pflastertreten? Die nächste Zeit durfte es etwas rustikaler werden.

21.4.   Avola  - Noto - Portopalo                       Maut 0.-     Tank 0.-     Start 2203 km     Ziel 2251 km       gef. 48 km

N O T O

Der Dom hat eine neue Kuppel, die erst 1996 fertiggestellt wurde. Die alte Kuppel hatte nicht bis in die Neuzeit standgehalten.

der erst im Spätmittelalter erbauten Barockstadt musste wir natürlich einen Besuch abstatten. Stilgemäß wurde die Altstadt durch das Porta Reale betreten.
Die Stadt ist sehr eng und  nur für die kleinen Fiats und APE´s befahrbar.

Noto wurde 2002 zum UNESCO Welkulturerbe ernannt.

Auf der Weiterfahrt zur südlichsten Spitze der Insel wurden wir von Folientunnels überrascht, so weit das Auge reicht.  Hier ist tatsächlich die fruchtbarste Ecke von Sizilien. Schon Ende April wurden die Tomaten reif.

Kurz vor dem Tagesziel kamen wir noch an der kleinen Insel Passero vorbei.

Wie es uns am südlichsten per Fahrzeug erreichbaren Punkt der Insel ergangen ist, könnt ihr im Teil 3 nachlesen.