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2.5. - 4.5.   Vito lo Capo  - Isola delle Femmine         Maut 0.-     Tank 0.-     Start 2923 km     Ziel 3014 km    gef. 91 km

Über Castellamare zuerst südlich und dann immer weiter nach Osten fuhren wir nach Isola, an dessen Ortseingang uns leider schon riesige Müllhaufen begrüßten. Aber es war ja nur der Startpunkt für den Palermo Besuch.

Hier am CP trafen wir völlig zufällig ein bayer. Pärchen aus einem Nachbarort, keine 5 km von uns entfernt. Natürlich haben wir auch jetzt noch Kontakt.

Die Stadt Isola delle Femmine wurde nach der vorgelagerten Insel benannt, die früher als Frauenstraflager verwendet wurden. Nach Verbüßung ihrer Strafen wurde sie ans Festland gerudert und freigelassen. Viele davon sind hier geblieben und sollen angeblich die Stadt gegründet und aufgebaut haben.

Wenn es auch nicht wahr sein sollte, ist es zumindest gut erfunden. Eines muß man den “Gründermüttern” schon vorwerfen: Das Müllproblem haben sie auch nicht in den Griff bekommen.
Am CP herrschte dank deutscher Führung strenge Mülltrennung, aber auf der Straße wurde doch alles wild zusammengeworfen.

Doch jetzt fahren wir mit dem Stadtbus nach Palermo!

Wir verstehen nun, warum James Bond immer sagte, gerührt und nicht geschüttelt. Der Busfahrer fuhr, als wäre er kurz vor der Hinrichtung entkommen. Und das durch die engen Vororte von Palermo. Im Zentrum angekommen brauchten wir erst einen kräftigen Kaffee, um wieder für den Stadtbummel fit zu werden.

Mit unseren neuen Bekannten beim Pflastertreten

Keine Tankstelle, sondern eine Cantina für Weinverkauf.

Die wohl engste Gasse der Welt, sicher keinen Meter breit.

Palermo die Stadt der Gegensätze. Zwischen herrlichen Sakralbauten und schön renovierten Patrizierhäusern stehen solche Abbruchhäuser, die allesamt bewohnt sind. Die Armut hinter den Fassaden kann man sich unschwer vorstellen.

Doch nun zum sakralen Teil der Stadtbesichtigung, wovon sicher der 1187 erbaute gotische Dom das Meisterwerk darstellt.

Der aus der Normannenzeit stammende Dom ist so gewaltig, dass mit meinem bescheidenen Weitwinkel keine Totale möglich war. Innen einst schlicht, aber im Barock mit viel Gold verschlimmbessert.

Unten eines der vielen Stadttore, die sehr liebevoll gestaltet sind.

Unten rechts das erzbischöfliche Palais

Den Markt zu besuchen, ist eigentlich kurz nach Mittag am lustigsten, aber nur wenn man es nicht eilig hat.

5.5. - 6.5.  Isola delle Femmine - Pollina           Maut 0.-     Tank 122.-     Start 3014 km     Ziel 3118 km    gef. 104 km

Vorbei an Palermo, Cefalu nach Pollina ging unsere Reise in den Osten weiter. Raisgerbi ist nämlich ein ganz besonderer CP. Perfekt englisch sprechender Chef, Meerwasserpool, eigener Strand, ein super Restaurant sind nur einige der highlights hier. Daß uns die Tochter des Chefs auch noch zum Bahnhof transportiert hat, bestätigt meine Einschätzung.
Vollmond über Pollina

Cefalu wurde natürlich wieder per Bahn besucht.

Als alte Bergziegen mussten wir natürlich auch den Rocco mit seinen Ruinen eines normannischen Kastells besteigen.

Der Lohn der Mühe war eine unvergessliche Aussicht auf Stadt, Land und See. Sogar die liparischen Inseln waren gut zu sehen.

Der die Stadt völlig dominierende Dom soll von Roger dem II in Auftrag gegeben worden sein. Während er vor der Küste  in höchste Seenot geriet, entfuhr ihm dieses Gelöbnis.
Er versprach für den Fall der Rettung, den großten Dom in seinem Herrschaftsgebiet zu errichten.

Keine Seenot befürchten muß man am feinsandigen, flachen Strand von Cefalu.

7.5.  Polina - Oliveri                                  Maut 0.-     Tank 0.-     Start 3118 km     Ziel 3218 km       gef. 100 km

vorbei an Capo di Orlando auf der gut ausgebauten B-113, dann ein kurzer Abstecher ins Gebirge zum berühmten Wallfahrtskloster Tindari. Es wirkt zwar beeindruckend, aber der profane Zubau in der Neuzeit hat uns von einem Besuch abgehalten.

Ort und CP in Oliveri sind absolut nicht erwähnenswert und waren auch nur für die letzte Übernachtung auf Sizilien und einen kurzen Weg zu einer möglichst frühen Fähre eingeplant.

8.5.  Oliveri - Messina                                  Maut 3.-     Tank 0.-     Start 3218 km     Ziel 3279 km       gef. 61 km

Der geplante Besuch des nördlichsten Punktes Siziliens musste leider ausgelassen werden, da wir bisher zu zu viel getrödelt hatten. So ging die Fahrt auf der AB direkt nach Messina in den Hafen. Leider mussten wir einiges herumkurven, da wir mit unseren 3,10 m gerade nicht mehr von der PKW Fähre angenommen wurden. Die LKW Fähren benützen einen anderen Hafenabschnitt. In der Zufahrt mußten wir zwischen lauter Brummis mit laufendem Motor auf die Fähre warten.

Die Überfahrt verlief problemlos auf dem Fährschiff mit dem seltsamen Namen: Fata Morgana. Der Kapitän steuerte dennoch zielsicher kein Trugbild, sondern die Hafeneinfahrt von Villa an.

Wie es uns auf dem Festland erging, erfahrt ihr im Teil 6 des Reiseberichtes.